Medizinisch indizierter Schwangerschaftsabbruch

 
Manchmal verändert sich eine Schwangerschaft plötzlich durch eine schwerwiegende Diagnose.
Eltern stehen dann vor einer Situation, die sie sich niemals gewünscht haben – und vor Entscheidungen, die kaum vorstellbar sind.
 
Ein medizinisch indizierter Schwangerschaftsabbruch gehört zu den schwierigsten Erfahrungen, die Familien machen können. Neben der Trauer um das eigene Kind kommen oft viele weitere Gefühle hinzu: Unsicherheit, Zweifel, Schuldgefühle oder die Angst, von anderen verurteilt zu werden.
Viele Betroffene haben deshalb das Gefühl, sie hätten kein Recht auf Unterstützung oder Begleitung.
Doch genau hier möchten wir deutlich sagen:

Ihr seid auch mit diesem Weg bei uns willkommen!


Begleitung ohne Bewertung

 
Bei Sternengeflüster e. V. begleiten wir Familien neutral, respektvoll und ohne Bewertung.
 
Es spielt für uns keine Rolle, aus welchem Grund ein medizinisch indizierter Schwangerschaftsabbruch notwendig wurde. Jede Familie befindet sich in einer Ausnahmesituation, die Respekt, Verständnis und Unterstützung verdient.
 
Wir hinterfragen keine Entscheidungen und verurteilen niemanden.
Unser Anliegen ist es, Menschen in einer schwierigen Zeit zur Seite zu stehen – so, wie sie es brauchen.

Unterstützung bei der Entscheidungsfindung

 
Die Zeit nach einer Diagnose ist oft geprägt von vielen Gesprächen, medizinischen Informationen und großen Unsicherheiten.
 
Manche Eltern wünschen sich in dieser Phase jemanden, der zuhört, Fragen mit aushält und Gedanken sortieren hilft.
 
Auch bei der Entscheidungsfindung können wir begleiten – ruhig, offen und ohne Einfluss auf den Ausgang.
Unser Ziel ist nicht, Entscheidungen vorzugeben, sondern Eltern dabei zu unterstützen, ihren eigenen Weg zu finden.

Begleitung rund um Abschied und Geburt

 
Wenn sich Eltern für einen medizinisch indizierten Schwangerschaftsabbruch entscheiden müssen, beginnt oft ein sehr intensiver Weg.
 
Auch in dieser Situation begleiten wir Familien – so, wie wir es bei jedem anderen Sternenkind ebenfalls tun.
 
Das kann beinhalten:
  • Gespräche und emotionale Unterstützung
  • Vorbereitung auf Geburt und Abschied
  • Begleitung im Krankenhaus oder danach
  • Erinnerungen schaffen und Abschied gestalten
  • Unterstützung für Geschwisterkinder und Angehörige
 
Viele Eltern erleben es als hilfreich, diesen Weg nicht allein gehen zu müssen.

Erfahrung

 
Unsere Begleitung bringt neben fachlichem Wissen auch persönliche Erfahrungen mit. Dadurch können wir sehr gut nachvollziehen, in welcher emotionalen Situation sich betroffene Eltern befinden können.
 
Gerade deshalb ist es uns wichtig, einen Raum zu schaffen, in dem alles ausgesprochen werden darf – ohne Angst vor Bewertung.

Unser Verständnis

 
Ein medizinisch indizierter Schwangerschaftsabbruch bedeutet nicht, dass Eltern ihr Kind weniger geliebt haben.
 
Auch hier verlieren Familien ein Kind, das erwartet und geliebt wurde.
 
Trauer braucht keinen Vergleich und keine Rechtfertigung.